Laufen ist das täglich Brot

Ob kurz oder extrem lang, ob ruhig oder schnell – wenn beim Lauftreff in Amelinghausen irgendetwas los ist, dann darf das Ehepaar Goldbeck nicht fehlen. „Laufen ist mein täglich Brot“, meint Manfred Goldbeck (56). Und seine Frau Margitta (54) teilt längst diese Leidenschaft: „Ich war mal Schönwetterläuferin mit Aldi-Turnschuhen. Aber mittlerweile ist der Hamburg-Marathon für mich Pflicht.“

Beim ARAG-Wintervolkslauf des MTV Amelinghausen am Sonntag, 24. Februar, sind beide natürlich dabei. Er schenkt die Getränke beim Verpflegungsstand am Lopausee aus, sie begleitet die SOS-Kinderdorf-Gruppe vom Hof Bockum auf der 5-km-Runde. Beide engagieren sich ohnehin gern auch abseits der Strecke. So organisierten sie die Lüneburger 24-Stunden-Läufe für die Tsunami-Opfer und die Erdbeben-Geschädigten in Haiti mit, ebenso Benefizstaffeln nach München und ins polnische Wapno.

Margitta und Manfred Goldbeck (vorn) mit dem Lauftreff des MTV Amelinghausen.

Margitta und Manfred Goldbeck (vorn) mit dem Lauftreff des MTV Amelinghausen.

Manfred Goldbeck kam schon vor gut 25 Jahren über den Fußball zum Laufen, entdeckte schnell seine Liebe zur längeren Distanz. Seine Frau schaute beim Marathon erst nur zu, ist aber auch seit gut 15 Jahren selbst auf Achse. Bei den klassischen 42,195 km war für die beiden Ultra-Fans längst nicht Schluss. 100-km- und 24-Stunden-Läufe gehörten bald auch zu ihrem Repertoire.

Margitta Goldbeck möchte in diesem Jahr den fast 73 km langen Supermarathon beim Rennsteiglauf in Angriff nehmen, Manfred wird sich dort mit dem „normalen“ Marathon begnügen. Aus Gesundheitsgründen musste der gelernte Logistikarbeiter, der zurzeit auf Jobsuche ist, ein Weilchen kürzer treten. Ans Aufhören hatte er aber nie gedacht. „Zwei-, dreimal pro Woche bin ich immer unterwegs“, erzählt der Amelinghausener, „und eigentlich nie allein. Irgendjemand vom Lauftreff findet sich immer für eine Runde.“

Erheblich größere Wortmenge

So kurz vorm Wintervolkslauf inspiziert er nebenbei die Runde Richtung Oldendorf und zurück, denn an der einen oder anderen schattigen Stelle ist es noch arg vereist: „Hier müssen wir wohl noch streuen.“ Er läuft etwas schneller mit diversen anderen Männern, Margitta Goldbeck folgt in gebührendem Abstand mit den anderen Frauen – diese sind doch mit einer erheblich größeren Wortmenge unterwegs.

„Ich laufe heute eine zweite Runde als Training für Sylt“, kündigt sie an. Am 17. März laufen die Goldbecks auf der Nordseeinsel exakt 33,33 km. „Da kommt es uns vor allem auf das Erlebnis und die schöne Strecke an“, sagt die Erzieherin. Doch allzu großen Stress mit Zeiten und Plätzen machen sich die beiden Goldbecks eh nicht. Und diese Stimmung wollen sie gern auch an die Starter beim Wintervolkslauf weitergeben.

Text und Fotos: Andreas Safft

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