Lamas am Lopausee

Amelinghausen ruft – zwar erst am 24. Februar zum Wintervolkslauf, aber ich habe mich schon einmal eine Woche vorher in den Lauftreff gemogelt, um zu sehen, ob der Schlussanstieg immer noch so steil ist (ist er!). Vor allem aber wollte ich mir mal diese so hübsch gelegene Laufstrecke am Rande der Heide in Ruhe angucken. Die Runde ist auch jenseits der Volkslaufsaison empfehlenswert, so dass ich sie gleich in meine Streckensammlung übern0mmen habe.

Ich bin verabredet mit den Goldbecks – diese Geschichte folgt noch in der LZ und an dieser Stelle. Es ist nasskalt und neblig, richtige Amelinghausener lassen sich von einem solchen Wetterchen aber nicht aufhalten. Mindestens jeder Zweite, der hier mit mir rennt, hat irgendwann in den letzten Jahren einen 100-km-Lauf beendet. Man bereitet sich hier nicht nur auf einen schnöden Citymarathon vor, sondern auf den Rennsteiglauf. Klar, natürlich auf die lange Kante, 72-komma-irgendwas Kilometer. Und zum Warmmachen rennt man in ein paar Wochen mal 33,33 km rund um Sylt.

Die Runde von Amelinghausen am Lopausee Richtung Oldendorf und dann durch den Wald zurück ist aber einfach zu hübsch, um sie nur im Volkslauftempo zu erleben. Hier wundert sich auch niemand darüber, dass uns plötzlich eine kleine Herde Lamas entgegenkommt. Die Tierchen sind doch recht schreckhaft, sodass wir vorsichtig vorbeigehen – nicht dass noch jemand spuckt…

Der Nebel passt zur Totenstatt mit sechs Hünengräbern aus der Jungsteinzeit. Auf dem Rückweg wird’s an manchen Stellen noch glatt – ich bin mir sicher, dass von diesen Eisplatten am kommenden Sonntag nichts mehr zu sehen ist. Ein Mann kommt uns entgegen, rennt ziemlich schnell, grüßt aber freundlich. „Der läuft jeden Tag zwei Stunden“, weiß mein Nebenmann, „und keiner weiß, wer das überhaupt ist.“ Und das will etwas heißen in einem Ort wie Amelinghausen, in dem sonst noch jeder jeden kennt.

Einmal noch am Lopausee vorbei, und da kommt er schon, knapp 500 Meter vor dem Ziel: der fieseste kleine Hügel der SALAH-Cup-Saison. Schätzungsweise 10 Höhenmeter muss man hier noch überwinden, aber ich habe schon manchen gar nicht so schlechten Läufer an diesem „Berg“ gehen sehen. Ein paar Körnchen sollte man also immer aufbewahren.

Die Runde endet am Sportplatz – wie auch in einer Woche. Schön, sie sich mal in Ruhe angeguckt zu haben. Und hier gibt’s den üblichen Link zur Strecke auf jogmap.

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